Die Optimierung nach Deckungsbeitrag (DB) ist für deine Schnittbildoptimierung besser als die reine Optimierung nach Ausbeute, weil der Deckungsbeitrag eine wirtschaftlich sinnvollere Bewertungsgröße ist. Hier sind die wichtigsten Gründe:
1. Berücksichtigung der Erlöse statt nur der Holzmenge
- Die Ausbeute optimiert nur die Menge des verwerteten Holzes (z. B. wie viel % des Rundholzes in Schnittholz übergeht). Dies bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass der Schnitt wirtschaftlich optimal ist.
- Der Deckungsbeitrag hingegen berücksichtigt die tatsächlichen Erlöse der produzierten Produkte und zieht die variablen Kosten ab.
2. Wirtschaftliche Optimierung statt rein technischer Optimierung
- Eine hohe Ausbeute kann dazu führen, dass Produkte geschnitten werden, die zwar möglichst viel Holz nutzen, aber wenig Ertrag bringen.
- Eine Deckungsbeitrags-Optimierung kann stattdessen Produkte bevorzugen, die höhere Verkaufspreise und geringere Produktionskosten haben.
3. Berücksichtigung der Maschinenleistung (Produktionseffizienz)
- Deine Maschinen haben eine begrenzte Kapazität. Eine hohe Ausbeute kann dazu führen, dass du Produkte schneidest, die lange Produktionszeiten haben oder zusätzliche Arbeitsschritte erfordern.
- Eine Optimierung nach DB berücksichtigt den Wert pro Zeiteinheit oder den Ertrag pro Schnittbild, was zu einer besseren Produktionsleistung pro Stunde führt.
4. Flexibilität bei der Marktanpassung
- Holzpreise und Nachfragen schwanken. Eine Optimierung nach Ausbeute ignoriert Marktpreise.
- Eine Optimierung nach DB kann flexibel darauf reagieren, indem Produkte bevorzugt werden, die aktuell höhere Margen haben.
5. Berücksichtigung von Nebenprodukten
- In der Sägeindustrie entstehen Nebenprodukte (z. B. Hackschnitzel, Späne), die zusätzliche Erlöse bringen.
- Eine Optimierung nach Ausbeute könnte diese Nebenprodukte ignorieren, während eine Optimierung nach DB sie in die Berechnung einbezieht.
Fazit:
Die Deckungsbeitrags-Optimierung führt dazu, dass du die wirtschaftlich rentabelsten Schnittbilder auswählst, anstatt einfach nur die höchste Holzverwertung zu erreichen. Damit kannst du deinen Umsatz maximieren und gleichzeitig die Maschinenkapazität effizienter nutzen.
Hinterlassen Sie einen Kommentar